Heisse Sommer in vergangenen Zeiten! 2026 seit Wochen extrem heiss und leider bis jetzt kaum Regen hier in Kirchlindach.
Weniger Regen, weniger Wasser werden wohl zu unserer Zukunft gehören. Diese Umstände belasten uns, erschweren und verändern unser Leben. Sie beeinflussen und bestimmen unser Alltagswohl massiv.
Nachrichten aus nah und fern berichten über den Rückgang vieler Flüsse, deren Austrocknung, über die Abnahme der Grundwasserströme und demzufolge der Zunahme sinkender Grundwasserspiegel. Auch das Abschmelzen der Gletscher als einst zuverlässiger Wasserspeicher schreitet wacker voran.
Wir erfahren von der mehrgradigen Erwärmung der Flüsse, Seen und Meere, ja von deren Austrocknung, was den Tod von Fauna und Flora beschleunigt und damit einschneidende Auswirkungen hat auf unsere Ökosysteme und deren Biodiversität.
Immer wieder lesen wir Berichte über die Abholzung des Regenwaldes und der damit verbundenen Tatsache, dass der Amazonas – einer der längsten und wasserreichsten Flüsse der Welt – vor einem Kollaps steht, weil die Evaporisation («interner Regen») nicht mehr entstehen kann.
Solche Tatsachen lassen uns aufhorchen und zwingen uns über die Konsequenzen hier in unseren Kirchlindacherbreitengraden nachzudenken und Probleme des drohenden Wassermangels anzugehen.
Auch unsere Gewässer – Krebsbach, Oberlindachbach, Glasbach, die Aare – sind diesen Gefährdungen und Belastungen ausgesetzt. Fehlender Regen, mangelndes Wasser, der fehlende Druck des Grundwassers lassen Gewässer, Feuchtgebiete und unsere Ackerböden austrocknen und verursachen ökologische Schäden, fördern Artensterben. Die Erträge in der Landwirtschaft verringern sich, auf den Weiden fehlt Futter, Tierbestände werden verkleinert, geschlachtet.
Unsere Wälder – Lindachwald, Büsselimooswald, Lörmooswald, der Frienisbergwald – sind noch grün. Dank dem unterirdischen Netzwerk (Myzel), das nebst Nährstoffen fürs Wachstum der Bäume bis zu 240 Liter Feuchtigkeit pro m² speichert – wie ein grosser Schwamm! Als intaktes und unversehrtes System liefert der Wald Wasser und speist mit vielen Quellen unsere Bäche und die unterirdischen Wasserreservoire.
Wenn dieses Myzel unterbrochen wird und nicht mehr kommunizieren kann, wenn die Wurzeln der Pflanzen und Bäume kein Wasser mehr erreichen können, verdorren sie, sterben. Trockenheit entsteht, auch Brandgefahr.
Müssten wir angesichts der anhaltenden und fortschreitenden Trockenheit gerade dem Wald besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt schenken? Ist er unser «kleiner Regenwald», dessen Wasserreservoir wir schützen und in seiner Gesamtheit intakt erhalten müssen – auch für unsere Nachkommen?
Müssten wir erfinderisch werden, kreativ? Allenfalls alte Systeme reaktivieren? Den Wasserturm wieder in Betrieb nehmen? Die Feuerweiher wieder speisen und füllen? Sodbrunnen zu den unterirdischen Wasserreservoiren graben, um unsere Felder zu bewässern? Grosse Wasserbehälter rundum die Bauernhäuser anlegen, sie in regenreichen Zeiten füllen, so wie wir es mit dem Düngevorrat in Jauchegruben tun? Uns bewusstwerden, welch kostbares Gut WASSER ist und sparsam damit umgehen?
Uns Freien Grünen ist die Beantwortung dieser Fragen ein grosses Anliegen, für die wir in unserer Gemeinde mit Herzblut einstehen wollen.

